Die Geschichte der Pension Forelle am See in Schliersee

Wir bieten Ihnen heute die wunderbare Möglichkeit erholsame Urlaubstage in einem der schönsten Häuser Schliersees zu verbringen. Dieses schon 1900 erbaute und im Spätherbst 1977 von meinen Eltern Rita und Sepp erworbene ehemalige Landhaus eines wohlhabenden Apothekers aus München, ist von da ab deren Lebensaufgabe und wird aufwendig und liebevoll mit viel Herzblut renoviert, gepflegt und in Schuss gehalten.

Damals, relativ kurz nach dem Kauf des großen Anwesens, meine Eltern hatten sich erst einmal notdürftig und vorläufig dort eingerichtet, wurde von den Betreibern des zu dieser Zeit gegenüberliegenden Altenheims „Marienstift“ die Bitte an sie herangetragen, ob man nicht für die dort anstehende Geburtstagsfeier einer 90-jährigen Gräfin ein paar Geburtstagsgäste beherbergen könnte. Viele der Zimmer im Haus waren mit alten Betten und Möbeln bestückt. Und so, um guten Willen bei den Nachbarn zu zeigen, ließen sich meine Eltern spontan darauf ein. Sie konnten auf die Schnelle von meinen Großeltern die nötige Menge an Bettdecken, Kissen und Bezügen organisieren – so nahm das Abenteuer seinen Lauf.

Aus dieser spontanen Aktion wurde dann die Idee geboren, das Haus fortan als Frühstückspension mit Einzel- und Doppelzimmern zu betreiben. Es wurden Schränke, Betten, Kommoden, Tische, Stühle gebeizt, geschliffen und lasiert, Böden, Türen und Treppen renoviert, Geschirr und Besteck organisiert, und die Zimmer mit viel Charme und Liebe, und der tatkräftigen Unterstützung meiner Großeltern, eingerichtet und in Gästezimmer verwandelt. So entstanden in der obersten Etage unterm Dach vier Einzelzimmer, welche jeweils in einem eigenen Farbton gehalten und nach diesem benannt wurden (Gelbes, Blaues, Rotes und Braunes Zimmer), und in der ersten Etage entstanden drei Doppelzimmer (Erker-, Holz- und Bad-Zimmer). Jedes der Zimmer hatte ein Waschbecken mit fließend Warm- und Kaltwasser. Eines der Doppelzimmer hatte sogar ein eigenes, kleines Badezimmer mit Wanne und WC für sich. Für die anderen Zimmer gab es pro Etage eine Gemeinschafts-Toilette und in der ersten Etage stand für alle Gäste eine Gemeinschafts-Dusche zur Verfügung.

Im Erdgeschoss wurde ein großer Gemeinschafts- und Frühstücksraum eingerichtet, mit einem einzigen Fernseher für alle Gäste und einem kleinen Angebot an Brett- und Kartenspielen. Man musste sich damals tatsächlich demokratisch auf ein gemeinsames Fernsehprogramm einigen. Leicht fiel dies immer bei Olympiaden oder Fußballspielen. Da saß das ganze Haus vor diesem einen Fernseher und es wurde gemeinsam gefiebert und gejubelt. Für uns Kinder war es völlig normal zwischen den Feriengästen im Haus aufzuwachsen; unsere Kinderzimmer waren ja auch Tür an Tür mit den Gästezimmern. Meine Mutter wurde stets hochgelobt, ja bejubelt, für das wunderbare und mit viel Liebe zubereitete Frühstück, das sie ihren Gästen jeden Morgen bescherte. Viele Gäste schwärmen noch heute davon, und wenn Sie wieder einmal bei uns Urlaub machen, oder auf der Durchreise vorbeischauen, erzählen sie gerne vom üppigen Frühstück damals, und schwelgen in wunderbaren Erinnerungen.

In den 90er Jahren wurden die Doppelzimmer mit kleinen Nasszellen, sprich eigener Dusche und Toilette ausgestattet, und die Einzelzimmer mangels Nachfrage aufgelöst. Dann, nach über 40 Jahren allmorgendlichem Frühstückzubereiten für die Gäste wurden im Winter 2018 in einem erneuten Umbau die Zimmer zusammengefasst zu Ferienwohnungen. Die ehemalige Frühstückspension wurde Frühjahr 2019 mit Spannung auf den allgemeinen Anklang und die Reaktionen der Stammgäste neu gestartet, mit den heute angebotenen drei Ferienapartments.

Seit dem Saisonstart 2020 im Zeichen der Pandemie und ihren verschärften Hygiene-Bestimmungen unterstützen meine Partnerin Christiane und ich meine Eltern zu deren besseren Schutz. Wir sind nun ständig bemüht bestmöglich den neuen Anforderungen gerecht zu werden, um das Haus weiter im herzlichen Sinne meiner Eltern und mit deren Unterstützung und Rat zu führen.

Ich persönlich bin hauptberuflich Volksmusikant und trete in Schliersee und der Region regelmäßig mit meinem Trio (Harmonika, Harfe, Bass) auf. Schon als Kinder durften meine Schwester und ich verschiedene Instrumente erlernen und viele der alten Stammgäste haben unsere Entwicklung über die Jahre miterlebt. Oft wurden wir eingeladen, in alle Winkel Deutschlands, um als kleine Sensation aus Bayern bei Geburtstagen, Hochzeiten und Jubiläen aufzutreten.

Heute mache ich stimmungsvolle, aber auch gediegene oberbairische Hintergrund-Musik in den Biergärten und Stuben der umliegenden Traditionsgaststätten zur besten Unterhaltung der Gäste, bspw. immer Sonntagmittag, oder jeden Freitag und Samstag abends. Unter der Woche trete ich auch regelmäßig im Hofbräuhaus München auf. Genaueres über die Termine können Sie unter Aktuelles hier auf der Homepage erfahren oder erfragen, wenn Sie hier bei uns Ihren Urlaub verbringen.

Wir freuen uns, Sie bald bei uns begrüßen zu dürfen!

Familie Karl
Rita, Sepp, Jürgen und Christiane